Hier werden LieLaLy-Texte stehen, allerdings für sich statisch, so dass wir dann immer untereinander oder übereinander schreiben müssen, insgesamt wachsend. Mal sehen, wie sich das bewährt.
Nachteil: ist vielleicht zunächst unübersichtlicher, braucht mehr Diziplin.
Vorteil: es wird von selbst eine zusammenhängende Geschichte, weil die Struktur schon feststeht. Und ob es wirklich zusammenpasst, werden wir dann ohnehin sehen.
Eine redaktionelle Arbeit folgt nach.
stefan sagte
Trotz alledem
gewinnt der Tag und offenbart leichter,
was er meint.
Erhellend ist nicht die Leichtigkeit selbst,
vielmehr ist es das Erkennen,
der tiefe Blick,
halb erstaunt, halb wissend.
Damit verbunden dieses merkwürdig bekannte Gefühl,
auf dem richtigen – auf meinem –
Weg zu sein, vergessen der Zweifel.
Lediglich die Frage nach dem “Warum” hallt nach.
Irgendwo anders wird auch sie ihren Ursprung finden.
Ich lasse sie also gewähren.
stefan sagte
Natürlich wird es sich weisen, weil es allein mit der Zeit gar nicht anders geht.
Weil alles sich bewegt, kommt die Perspektive, die eben diesen Abschnitt sichtbar macht, nochmals in den Blick.
Dann – endlich – ist es klar.
Und verständlich.
Und gut so.
Wie auch sonst.
Ob es dann noch jemanden gibt, der sich für diese Perspektivklärung noch interessiert, ist allerdings zu bezweifeln.
stefan sagte
Die Gedankengefühle geraten angesichts der Gegenwart ohnehin durcheinander, finden kaum einen Anhaltspunkt als Griff, der zumindest als Sicherung dient. Wenn es ganz gut geht, hangelt man sich eben an diesen Griffstümpfen in die Zukunft.
Wenn es gut geht?
Vielleicht ist gerade das die unselbständigte und unfreieste Art ins und zum Leben zu treten und schon von daher nur bedingt interessant.
Nein, lieber lass´ uns die Ungewissheit als Freiheit nutzen und das Ungeplante als Wegmarkierung verstehen.
Das, was kommt, ist willkommen.
stefan sagte
Befreiung
Gerade als du dich befreien wolltest,
entschloss sich der Schnee
zu seinem Spiel,
grundlos und mit eigener Melodie.
Weiße Schatten steigen an dir empor
und spiegeln sich in deinem Gesicht,
in das der Morgen schleicht.
Die Nässe bleibt
und lässt dich einsam sein.
und obwohl der Ruf verklingen wird
- leise fährst du fort –
lasse ich mich dennoch hören
um eingestimmt
dem Weg zu folgen.
LoIp, Feb. 2006