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Gestalt braucht Raum: hier ist er!

Archiv für die Kategorie ‘Zukunft’

Zukunft ist …

Verfasst von stefan am November 9, 2007

… nach einer Definition Vilém Flussers, „was auf uns zukommt“. Diese scheinbar banale Bestimmung hat weitreichende Konsequenzen. So führt sie etwa zu einer Kritik des linearen Geschichtsbewusstseins, wonach die Zeit aus der Vergangenheit ankommt und durch uns hindurch auf die Zukunft hinausläuft. Stattdessen erschließt sich die Zukunft als ein Möglichkeitsfeld; in dem Maß, in dem sie sich der Gegenwart nähern, verwandeln sich jeweilige Möglichkeiten aus Unwahrscheinlichem in immer wahrscheinlicher Werdendes.

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Quelle: „Der Wissensnavigator, das Lexikon der Zukunft, Artur P. Schmidt, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart, 1999, S. 59

 

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Was Wissen zum Fliessen bringt

Verfasst von stefan am Oktober 21, 2007

Unter dieser Überschrift haben wir im Rahmen eines Projektes eine Matinee mit Christof Schmitz am 29.09.2007 veranstaltet, die von etwa 90 Führungskräften besucht wurde. Christof hat mit uns eine Wissensreise unternommen und die verschiedenen Stationen von 1995 bis heute in Blick genommen: wenn der Beginn des Wissensmanagement sich durch eine Aufbruchstimmung und die Hoffnung auf Nutzung brachliegenden Wissens ausgezeichnet hat, folgte ein paar Jahre nach den ersten Erfahrungen eine Desillusionierung, denn die durchaus klug angelegten Instrumente waren nicht dauerhaft praktikabel. Gerade in neuerer Zeit zeichnet sich allerdings – begünstigt durch die Arbeiten von Ikujiro Nonaka – ein Horizont ab, was im Sinne eines Knowledge Leadership sinnvollerweise zu tun wäre. U.a. geht es letztlich um die Frage, deren Antwort einen nützlichen und sehr einflussreichen Weg weist:

Kann ich jeden Tag das tun, was ich am besten kann?

Das halte ich tatsächlich für eine überaus relevante Frage, denn im Endeffekt ist es das, was ich wirklich will, was ich am liebsten tue und worin die höchste Aussicht besteht, glücklich zu werden, sowohl ich selbst als auch andere, die in diesem Fall beteiligt sind.
Also muss ich mich fragen, was das ist, was ich am besten kann und mich darum kompromisslos zu kümmern.

Christof hat außerdem noch „6 Regeln zum erfolgreichen Wissensfluss formuliert“. Näheres dazu unter Laterale.at

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Zwischenzeiten…

Verfasst von stefan am September 25, 2007

sind die stabilen Phasen, die normalen, üblichen, eigentlichen, konzentrierten, wirklichen,

wertvollen Zeiten.

Oder ist es nur eine Zwischenzeit im Wechsel mit Zwischenzeiten zu einem anderen Moment?



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Schiller – Spruch des Confuzius

Verfasst von stefan am August 12, 2007

Dreifach ist der Schritt der Zeit,
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
Ewig still steht die Vergangenheit.

berlin-13.jpgKeine Ungeduld beflügelt
Ihren Schritt, wenn sie verweilt.
Keine Furcht, kein Zweifeln zügelt
Ihren Lauf, wenn sie enteilt.
Keine Reu, kein Zaubersegen
Kann die stehende bewegen.

Möchtest du beglückt und weise
Endigen des Lebens Reise,
Nimm die Zögernde zum Rat,
Nicht zum Werkzeug deiner Tat.
Wähle nicht die Fliehende zum Freund,
Nicht die Bleibende zum Feind.

 

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40 plus

Verfasst von stefan am Juni 10, 2007

Wir sind gerade dabei eine Veransttaltung zu entwickeln, die sich mit unserer Generation, also den 40+ beschäftigt. Neben den Aspekten, die für diese Lebensphase relevant sind – wie für andere Phasen andere Aspekte wesentlich sind – , haben wir auch die Besonderheit diskutiert, dass wir 40+ soviele sind: wir sind die Babyboomer und wo man sich umschaut, sind Menschen in unserem Alter, mit ähnlichen Themen, z.T. gleichen Fragen, Wünschen, Erwartungen, Absichten etc. Allein durch die Menge werden sich spezielle Fragen der Dynamik ergeben, die sonst in der Deutlichkeit vielleicht nicht stellen würden.

Das Eigentliche ist Jetzt: 40plus

„Jenseits aller intellektueller Distanz kommen wir mitunter vielleicht ernüchtert zu der Erkenntnis: wir sind der demografische Faktor!
Nach dem ersten Erstaunen regt sich der Geist: wenn wir gemeint sind, was ist dann zu tun, worin liegt der Aufforderungscharakter dieser demografisch offensichtlich bedeutsamen Lebensphase?
Zunächst einmal ist festzustellen, dass das Gemeinsame am „wir“ die Tatsache ist, um die 40 Jahre alt zu sein, dieser schönen Lebensspanne, die bis zur nächsten Dekade mit der fünf reicht. Was für diese Zeit offensichtlich auch bezeichnend ist, könnte man damit umschreiben, dass es uns jetzt erstmals gelingt, von einer gedachten Mitte aus mit sehr lebendiger Erinnerung noch die Ursprünge und ersten Wendepunkte zu erfühlen, gleichzeitig schon ein paar Blicke auf das unverstellte Alter werfen zu können. Noch fühlen wir uns allein mit dieser neuen Perspektive, bis wir uns umblicken: vielen Menschen in unserem direkten Umfeld ergeht es ebenso.
Das wäre ja eigentlich mit einem gespannten Interesse zur Kenntnis zu nehmen, wäre da nicht das Gefühl, das sich unausweichlich bestimmte Fragen stellen, die zwar nicht wirklich neu sind, aber in ihrer Dringlichkeit eine ganz neue Qualität gewonnen haben:
- worauf blicke ich zurück?
- wohin blicke ich von hier aus?
- wohin führen meine Spuren?
- was kommt mir da entgegen?
- wie schaue ich auf den Moment?
- wo sind die Lehrer, Mentoren, Vorbilder geblieben?
- kommt das Eigentliche noch oder ist es nicht längst schon da?
- worauf soll ich noch warten?
- welche Fragen scheinen mich wie alte Bekannte zu begleiten?
- welche Kreise schließen sich langsam?
- Und: was kann / soll / muss ich jetzt tun und beginnen, um ein gutes und echtes Leben geführt zu haben?“

Das ist ein Zitat aus dem Ausschreibungtext. Diese Arbeit findet in Zusammenarbeit mit Elisabeth Kräuter und Petra Unger, beide München, statt.

Die entscheidende Frage ist, was wir aus unseren Erkenntnissen abeleiten, um später so leben zu können, wir wie es uns jetzt vorstellen. Was ist jetzt zu tun, damit es so werden kann?

Stuhl

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