Wir sind gerade dabei eine Veransttaltung zu entwickeln, die sich mit unserer Generation, also den 40+ beschäftigt. Neben den Aspekten, die für diese Lebensphase relevant sind – wie für andere Phasen andere Aspekte wesentlich sind – , haben wir auch die Besonderheit diskutiert, dass wir 40+ soviele sind: wir sind die Babyboomer und wo man sich umschaut, sind Menschen in unserem Alter, mit ähnlichen Themen, z.T. gleichen Fragen, Wünschen, Erwartungen, Absichten etc. Allein durch die Menge werden sich spezielle Fragen der Dynamik ergeben, die sonst in der Deutlichkeit vielleicht nicht stellen würden.
Das Eigentliche ist Jetzt: 40plus
“Jenseits aller intellektueller Distanz kommen wir mitunter vielleicht ernüchtert zu der Erkenntnis: wir sind der demografische Faktor!
Nach dem ersten Erstaunen regt sich der Geist: wenn wir gemeint sind, was ist dann zu tun, worin liegt der Aufforderungscharakter dieser demografisch offensichtlich bedeutsamen Lebensphase?
Zunächst einmal ist festzustellen, dass das Gemeinsame am „wir“ die Tatsache ist, um die 40 Jahre alt zu sein, dieser schönen Lebensspanne, die bis zur nächsten Dekade mit der fünf reicht. Was für diese Zeit offensichtlich auch bezeichnend ist, könnte man damit umschreiben, dass es uns jetzt erstmals gelingt, von einer gedachten Mitte aus mit sehr lebendiger Erinnerung noch die Ursprünge und ersten Wendepunkte zu erfühlen, gleichzeitig schon ein paar Blicke auf das unverstellte Alter werfen zu können. Noch fühlen wir uns allein mit dieser neuen Perspektive, bis wir uns umblicken: vielen Menschen in unserem direkten Umfeld ergeht es ebenso.
Das wäre ja eigentlich mit einem gespannten Interesse zur Kenntnis zu nehmen, wäre da nicht das Gefühl, das sich unausweichlich bestimmte Fragen stellen, die zwar nicht wirklich neu sind, aber in ihrer Dringlichkeit eine ganz neue Qualität gewonnen haben:
- worauf blicke ich zurück?
- wohin blicke ich von hier aus?
- wohin führen meine Spuren?
- was kommt mir da entgegen?
- wie schaue ich auf den Moment?
- wo sind die Lehrer, Mentoren, Vorbilder geblieben?
- kommt das Eigentliche noch oder ist es nicht längst schon da?
- worauf soll ich noch warten?
- welche Fragen scheinen mich wie alte Bekannte zu begleiten?
- welche Kreise schließen sich langsam?
- Und: was kann / soll / muss ich jetzt tun und beginnen, um ein gutes und echtes Leben geführt zu haben?”
Das ist ein Zitat aus dem Ausschreibungtext. Diese Arbeit findet in Zusammenarbeit mit Elisabeth Kräuter und Petra Unger, beide München, statt.
Die entscheidende Frage ist, was wir aus unseren Erkenntnissen abeleiten, um später so leben zu können, wir wie es uns jetzt vorstellen. Was ist jetzt zu tun, damit es so werden kann?
