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Gestalt braucht Raum: hier ist er!

Archiv für die Kategorie ‘Vitale Systeme’

Vitale Systeme 2

Geschrieben von dorothe - 23. Januar 2012

Ich gehe davon aus, dass das „Lernende Unternehmen“ in der Wissensgesellschaft eine stimmige Beschreibung war. In der gegenwärtigen Phase – wir befinden uns im Übergang zu einer Gesellschaft, in der neben dem Wissen Nachhaltigkeit und Gesundheit eine große Rolle spielen werden – wird es eine Metapher brauchen, die darüber hinauszugehen versucht.

Vitalität – lat. Vitalis Leben enthaltend, Lebensfähigkeit, Lebenskraft, Leistungsfähigkeit – kann beschrieben werden als: Fähigkeit der Anpassung an Anforderungen und Veränderungen, Fähigkeit Widersprüche zu bewältigen, Fähigkeit der ständigen Selbsterfindung, Fähigkeit mit Krisen umzugehen.

Wenn Lernen mit dem Fokus Entwicklung von Menschen eine (ungewollte) Abwertung beinhaltet, wenn Ressourcenorientierung beim Ressourcen (be)nutzen  stehen bleibt, wird die Vitalität eines Unternehmens gefährdet sein. Menschen und Organisationen können nicht nicht lernen. Auch Hilflosigkeit und Resignation in Unternehmenskontexten können als Lerneffekte beschrieben werden.

Es wird zukünftig darum gehen, Organisationen darin zu stärken, ihre ganz eigene Architektur so zu entwickeln und zu dynamisieren, dass ein Rahmen für Vitalität entstehen kann. Es wird zukünftig um „Vitale Organisationen“ gehen! Lernen wird in diesen Organisationen umfassender gestaltet werden. Digitale und analoge Kulturfaktoren gewinnen an Bedeutung. Führungskräfte und BeraterInnen werden als soziale Architekten gefragt sein. Es wird noch mehr als bisher darum gehen, dass Räume gestaltet werden, in denen Menschen sich vernetzen können. Vitale Unternehmen sind lebendige Gespräche!


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Vitale Systeme 1

Geschrieben von dorothe - 14. Dezember 2011

Jedes Unternehmen verfügt über eine buchstäbliche und eine kulturelle Anatomie. Die eine sieht man, die andere nicht. Die eine besteht aus Gebäuden, Schreibtischen und Organigrammen, Maschinen und Produkten. Die andere aus der Leidenschaft und dem Engagement, den Erfahrungen und Visionen, den vitalen Vernetzungen der Menschen im Unternehmen. Wahr sind sie beide.

Führungskräfte werden über die buchstäbliche Anatomie eines Unternehmens hinaus denken müssen. Unternehmen als Maschinen und Menschen als Funktionäre (oder auch Störfaktoren) im Dienst von Zweck und Mittel abzubilden, wird nicht mehr ausreichen. Wenn Mitarbeiter auf Kostenfaktoren reduziert werden,  werden Zynismus und Resignation die Vitalität einer Organisation gefährden.

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