Verfasst von dorothe am September 29, 2009
Wenn das Ende des Steigerungsspiels sich abzeigt und wir mit der Erweiterung der Möglichkeitsräume an Grenzen stossen dann können wir den Schwerpunkt unseres Denkens verlagern.
Wir können uns vom Haben und Müssen abwenden. Vielleicht am Anfang und als Ungeübte nur ein wenig. Und dann das Sein in den Blick nehmen und durchatmen. Als Bewohner von Möglichkeiträumen wäre durchatmen eine Option. Und dann können wir nachdenken, was uns wirklich wichtig ist.
Die Kategorie „anders“ anstelle von „mehr“ hat auch ihren Reiz!
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Verfasst von stefan am Juli 18, 2009
Fragen über Fragen, Ereignisse über Ereignisse: Immer diese Gleichzeitigkeiten, immer diese Abhängigkeiten, Verwobenheiten und Verknüpfungen. Nie kann nicht nur Eines als Erklärung dienen, nichts lässt sich ohne Weiteres auf Eines zurückführen. Nie bin ich allein und kann definitiv von letzgültiger Überzeugtheit reden, immer wird es doch relativ. Weil Bezüge da sind, weil Sichtweisen und Ereignisse außerhalb jeglicher Vorstellung sein können, weil ich keinen Faden habe, der zum Auffädeln und Ordnen dienen würde. Außer es zum gegenwärtigen Moment – der für sich so tut, als sei er ewig – ein zweiter dazu und es gelingt mit ein wenig Distanz eine perspektivische Verkürzung und mit ihr die Ungleichzeitigkeit. Ihr folgenden die beruhigenden Erklärungen und die wohltueneden Erkenntnisse, als hätte ich etwas überwunden und erreicht, jedenfalls für den Augenblick.

„Und als einer jener scheinbar abseitigen und abstrakten Gedanken, die in seinem Leben oft so unmittelbare Bedeutung gewannen, fiel ihm ein, dass das Gesetz dieses Lebens, nach dem man sich, überlastet und von Einfalt träumend sehnt, kein anderes sei als Den Rest des Beitrags lesen »
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Verfasst von stefan am April 28, 2009
Durch die Zeit wird alles Erfahrung.
Und sofern man die jeweilige Erfahrung überlebt – an Körper und Seele – stellt sich unaufgefordert die Frage, in welcher Weise sie wahrgenommen, entdeckt und bedeutet wird.
Hier ereignet sich dann die zweite Welt, die in ihrer Art einmalig und nicht wiederholbar ist.
Hier ereignet sich das eigentlich Eigene, nur und ausschliesslich aus dieser einen Perspektive verstehbar, bei allem Bemühen.
Aus allen weiteren Blickrichtungen erscheint die Deutung mit ihrer Ausdruckswirkung potentiell seltsam oder unverständlich bis empörend, manchmal noch weiter.
Grundsätzlich aber glaube ich daran, dass es jeder gut machen will.
Jeder will seine Erfahrungen überleben.
Als Vorbereitung zum letzten Weg.
„Nicht die Dinge an sich sind es, die uns beunruhigen, sondern vielmehr sind es unsere Interpretationen, der Bedeutung dieser Ereignisse, die unsere Reaktion bestimmt.“
Marc Aurel

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Verfasst von dorothe am Mai 2, 2008
wabi-sabi ist eine Komponente der japanisches Ästhetik. Die Wortverbindung wurde vor hunderten von Jahren durch Zen-Priester und Teemeister geprägt. Anders als wir es in unserem westlichen Denken gewohnt sind, wird Ästhetik den unvollkommenen, vergänglichen und unvollständigen Dinge zugeschrieben. wabi–sabi beschreibt eine ganz spezifische Art von Schönheit, die sich durch Schlichtheit, Einfachheit und Selbstgenügsamkeit auszeichnet. Sie verzichtet zugunsten der inneren Werte der Dinge auf äußeren Prunk.
Während die Gegenstände der Moderne nahtlos, blankpoliert und glatt als neu, schön und erfolgreich wahrgenommen werden, erscheinen wabi-sabi Objekte unserem Blick kunstlos, etwas bäuerlich und grob in ihrer Oberflächenstruktur. wabi – sabi misst den Dingen einen umso höheren Wert zu, je länger sie im Gebrauch sind. Die Spuren von langem Gebrauch werden als reine Form der Schönheit wahrgenommen.
Diese Objekte laden zu einer anderen Form des Wahrnehmens ein. Den Rest des Beitrags lesen »
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Verfasst von stefan am März 20, 2008
Die Ästhetik der Reihenfolge zeigt sich durch die Übergänge und Zwischenräume – im Gewahrwerden des Sowohlalsauch. Von etwas zu etwas, irgendwie andauernd.
Vor allem aber in der Sehnsucht nach dem nächsten Schritt. Der sich ankündigt, folgerichtig und unvermeidbar ist, sich aber oft nicht gleich und schon gar nicht eindeutig offenbart, sondern sich vornehm finden lässt.
Das erfordert Mut.
Und Zuversicht.
Und Zweifel.
Denn der sorgt für Bodenhaftung.
Damit ich nicht allein bleibe.
Weil es Frühling wird. In den nächsten Zwischenraum.

Foto: Christoph Lingg: Stillgelegt, edition aufbruch 2007
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Verfasst von dorothe am März 3, 2008
Wie schaffen wir Räume, in denen Menschen ihre Ideen und Gedanken zusammenbringen.Räume in denen Gemeinsames entstehen kann? Freiräume, die Möglichkeiten öffnen. Welche Atmosphäre braucht es im Raum, um die Bereitschaft der Anwesenden zu erhöhen, sich auf die anderen einzulassen? Wie entsteht ein Raum für Begegnungen, die nachhaltig inspirieren? Den Rest des Beitrags lesen »
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