LieLa VorEntwicklungen

Gestalt braucht Raum: hier ist er!

Archiv für die Kategorie ‘Rahmen’

Was wirkt 8

Geschrieben von dorothe - 3. März 2009

Jeden Besucher einer Ausstellung, der mit Interesse am Thema gekommen ist,  befällt in  Situationen des Bedrängtwerdens durch die Ausstellungsmacher fast zwangsläufig eine gewisse Bockigkeit. Ein Besucher möchte ja schließlich nicht die Selbstinzenierungen der “Macher” auf der Bühne bezeugen – er ist gekommen um den “Künstlern” zuzuhören, sich in ihre Erfahrungswelt mitnehmen zu lassen und sich selbst einen Eindruck zu verschaffen.

Deshalb könnte es an dieser Stelle einmal um ein striktes Selbstdarstellungverbot in allen Ausstellungen gehen. Ausgenommen wären – nach einer Formulierung von Anke Westphal im Feuilleton der Berliner Zeitung unter dem Titel “Sprechverbot jetzt!” kleine Kinder.

“Die dürfen äußern, wenn sie müde und hungrig sind oder aufs Klo müssen, sollten aber in nicht zu fortgeschrittenem Alter mit der Tatsache vertraut gemacht werden, dass ein öffentlicher Raum nun mal kein privater ist. Und das eitles Geplapper dadurch nicht richtiger wird, dass man es den anderen zumutet.”

Wir Menschen sind einander tatsächlich immer wieder eine Zumutung. Andererseits  “is es nüscht” ohne die anderen, wie Fontane einmal formulierte. Und schließlich und endlich verbirgt sich in jeder Zumutung auch Erkenntnisgewinn!

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Heimat oder Heimspiel in neuen Räumen

Geschrieben von dorothe - 20. September 2007

Zusammenarbeit spielt sich heute in internationalen Räumen ab. Die vernetzten Nomaden der Moderne sind flexibel, arbeiten zeitlich und örtlich ungebunden.Fremde Räume bieten Platz für neue und unerwartete Möglichkeiten. In zwischenmenschlichen Beziehungen ebenso, wie in unserem Verhältnis zur Welt, in der wir leben und arbeiten.
„Es ist eine Möglichkeit, zu so etwas wie einem postmodernen Spieler zu werden, der bereit und willens ist, sich immer wieder neu zu erfinden und sich die jeweils besten Möglichkeiten zu suchen. Ich glaube, viele Menschen können damit glücklich leben. Aber vielen anderen wird es Angst machen, weil sie keinen Anker mehr haben, der sie langfristig stabil hält”, befürchtet der Soziologe Hartmut Rosa.
Der Begriff Heimat gewinnt an Bedeutung.Nicht im Sinne von „Hirschgeweih und Enge“ sondern im Sinne von Wurzeln und Verbundenheit. „Nicht da ist man daheim, wo man seine Wohnung hat, sondern da, wo man verstanden wird“ Christian Morgenstern hat das moderne Heimatgefühl vorweggenommen.
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Nebenaspekt: Romantik

Geschrieben von stefan - 19. September 2007

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“Die Romantiker des 19. Jahrhunderts sind in der Aufklärung sozialisiert worden. Sie haben gelernt, dass wir keinen sicheren Zugriff auf Wahrheit haben, sondern dass wir uns ein Weltbild zurecht machen. So weist unsere Wahrheit immer wieder auf ddas Subjekt zurück. Romatiker bewegen sich vor einem Horizont des Unbegreiflichen. Jede Formulierung, jedes Bild, jede Musik ist ein Versuch, das Unbegreifliche zum Klingen zu bringen. Die prägnanteste Formulierung für diese romantische Erkenntnisproblem stammt von Schleiermacher, der in Bezug auf die Religion sagt: Sinn und Geschmack für das Unendliche. Das ist das Romantische.”

Rüdiger Safranski in der NZZ am Sonntag, 16.09.07
Buch: R.S.: Romantik. Eine deutsche Affäre. Hanser, München, 2007

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Die Paradoxie des Vertrauens

Geschrieben von dorothe - 7. September 2007

Vertrauen ist konkurrenzlos wichtig, wenn die Gestaltungschancen des Einzelnen vom möglichst effektiven Zusammenwirken mit viele anderen abhängen, lesen wir bei Hannah Arendt. Vertrauen ist keine spezielle, nur ausnahmsweise erbrachte Leistung, sondern der unausweichliche Normalfall – Vertrauen ist von unbestreitbarer Alternativlosigkeit.

Es kann dabei nicht nur um das Risiko gehen, das derjenige eingeht, der einem anderen vertraut. Systematisch unterschätzt wird das hohe Maß an Verpflichtung, das für denjenigen entsteht, dem Vertrauen geschenkt wird: Vertrauen verpflichtet.

Und weil Vertrauen verpflichtende Kraft entfaltet, ist es keineswegs nur die Ohnmachtstugend der Naiven. Vertrauen wirkt im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeihung. So wie auch Mißtrauen wirkt.

Vertrauen zwingt sozusagen das erwünschte Verhalten herbei.

Der Philosoph Georg Simmel hat darauf hingewiesen, das Vertrauen eine mächtige Waffe sein kann. “Stets geht mit ihm die Zumutung einher, dass ihm auch entsprochen werde, wenn es einmal geschenkt ist; es enthält ein so zwingendes Präjudiz, dass es schon eine gehörige Portion “positiver Schlechtigkeit” verlangt, es zu enttäuschen.”

Vertrauen entsteht nur aus Vertrauen. In diesem Satz ist die irritierende Paradoxie des Vertrauens umschrieben. Was entstehen soll, muss immer schon zum Teil als vorhanden vorausgesetzt werden. Der Sozialphilosoph Bernd Guggenberger schreibt, das Vertrauen nur findet, wer Vertrauen gibt. Für ihn entwickelt sich die symmetrische Verteilung des Vertrauens und damit die langfristige Vertrauensstabilität gerade aus den anfänglich extremen Assymmetrien in der Verteilung des Vertrauens.

“Nur wer Vertrauen riskiert, wird die Früchte des Vertrauens ernten!” Guggenberger

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1.Versuch

Geschrieben von stefan - 6. Juni 2007

Jetzt geht es los, wenigsten mit dem Versuchen. Vielleicht gelingt es ja auf Anhieb, einen “Artikel” zu schreiben und ihn sichtbar auf liela einzustellen, mit einem noch zufälligen Foto zu versehen und damit etwas zu beginnen, dessen Zweck und Ende noch nicht wirklich absehbar ist.

Die ganzen Formatierungszeichen kann ich noch nicht wirklich zuordnen, aber so ist es in der Entwicklung: sie schreitet fort in dem Maße wie man die lernt, die Zeichen zu lesen.

LiLa 2

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