LieLa VorEntwicklungen

Gestalt braucht Raum: hier ist er!

Archiv für September 2007

Fast nichts

Verfasst von dorothe am September 30, 2007

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Einfachheit und Strenge, Reduktion und Stille.

Sich beschränken – auf eine Grundform, ein Bild, in dem „fast nichts“ passiert,

auf eine einzige Frage.

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Zwischenzeiten…

Verfasst von stefan am September 25, 2007

sind die stabilen Phasen, die normalen, üblichen, eigentlichen, konzentrierten, wirklichen,

wertvollen Zeiten.

Oder ist es nur eine Zwischenzeit im Wechsel mit Zwischenzeiten zu einem anderen Moment?



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heimskur

Verfasst von dorothe am September 24, 2007

Das Wort „heimskur“ bedeutet in Ihrer Sprache „dumm“, meint aber auch „jemand, der zu Hause bleibt“.

Es ist ein altes germanisches Wort, wie das deutsche „Heimat“. Es ist ein cleveres Wort, denn wer nie seine Heimat verlässt, erweitert nicht seinen Horizont. Heute wird „heimskur“ nur noch im Sinne von Dummheit benutzt.

……aus einem Interview mit Vigdis Finnbogadottir, Präsidentin von Island

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Heimat oder Heimspiel in neuen Räumen

Verfasst von dorothe am September 20, 2007

Zusammenarbeit spielt sich heute in internationalen Räumen ab. Die vernetzten Nomaden der Moderne sind flexibel, arbeiten zeitlich und örtlich ungebunden.Fremde Räume bieten Platz für neue und unerwartete Möglichkeiten. In zwischenmenschlichen Beziehungen ebenso, wie in unserem Verhältnis zur Welt, in der wir leben und arbeiten.
„Es ist eine Möglichkeit, zu so etwas wie einem postmodernen Spieler zu werden, der bereit und willens ist, sich immer wieder neu zu erfinden und sich die jeweils besten Möglichkeiten zu suchen. Ich glaube, viele Menschen können damit glücklich leben. Aber vielen anderen wird es Angst machen, weil sie keinen Anker mehr haben, der sie langfristig stabil hält“, befürchtet der Soziologe Hartmut Rosa.
Der Begriff Heimat gewinnt an Bedeutung.Nicht im Sinne von „Hirschgeweih und Enge“ sondern im Sinne von Wurzeln und Verbundenheit. „Nicht da ist man daheim, wo man seine Wohnung hat, sondern da, wo man verstanden wird“ Christian Morgenstern hat das moderne Heimatgefühl vorweggenommen.
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Nebenaspekt: Romantik

Verfasst von stefan am September 19, 2007

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„Die Romantiker des 19. Jahrhunderts sind in der Aufklärung sozialisiert worden. Sie haben gelernt, dass wir keinen sicheren Zugriff auf Wahrheit haben, sondern dass wir uns ein Weltbild zurecht machen. So weist unsere Wahrheit immer wieder auf ddas Subjekt zurück. Romatiker bewegen sich vor einem Horizont des Unbegreiflichen. Jede Formulierung, jedes Bild, jede Musik ist ein Versuch, das Unbegreifliche zum Klingen zu bringen. Die prägnanteste Formulierung für diese romantische Erkenntnisproblem stammt von Schleiermacher, der in Bezug auf die Religion sagt: Sinn und Geschmack für das Unendliche. Das ist das Romantische.“

Rüdiger Safranski in der NZZ am Sonntag, 16.09.07
Buch: R.S.: Romantik. Eine deutsche Affäre. Hanser, München, 2007

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Erkenntnis

Verfasst von dorothe am September 18, 2007

Wirkliche Selbsterkenntnis wird dem Menschen nur zuteil,

wenn er liebevolles Interesse entwickelt für andere;

Wirkliche Welterkenntnis erlangt der Mensch nur,

Wenn er das eigene Wesen zu verstehen sucht.

R. Steiner

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Menschentyp

Verfasst von stefan am September 16, 2007

Wenn ich mit Führungskräften spreche, dann fallen mir immer wieder zwei Themen auf, die für sie offensichtlich eine besondere Relevanz haben:
- die eigene Ausstrahlung und Wirkung, häufig wird das Wort Charisma benutzt
- die Motivation von Mitarbeitenden.
Möglicherweise steckt in der Nennung dieser beiden Punkte der Wunsch, das Zweite durch das Erste beantworten zu können: wenn ich eine gute Wirkung hätte, dann würden die Mitarbeiter schon folgen.
Dahinter liegen aus meiner Sicht grundsätzliche Missverständnisse, die auch dadurch begünstigt werden, dass die Frage, was Charisma eigentlich ist, noch nicht wirklich beantwortet ist, ebenso wie die Frage, was denn eine gute Wirkung ist oder was die Motivation von Mitarbeitern bedingt und: was daran ist wie beeinflussbar bzw. was funktioniert eben nicht nach einer linearen Ursache – Wirkungs – Logik.
Sicher braucht es eine intensive Auseinandersetzung mit diesen beiden Themen, um für sich in seiner Funktion die passenden Haltungen und Handlungen abzuleiten.
Ein erster Teil dieser Auseinandersetzung könnte begleitet werden von dem, was Alexander Kluge in „Tür an Tür mit einem anderen Leben“ schreibt zur Frage:

„Welchen Menschentyp braucht die Leitung eines globalen Konzerns?“
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kostbar

Verfasst von dorothe am September 14, 2007

Das Kostbarste, was ein Mensch besitzt,

ist seine Lebenszeit, seine Selbstachtung und sein Eigensinn.

Und Arbeitszeit ist Lebenszeit.

Peter Laudenbach, brand eins, 09.07

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Entweder – Oder

Verfasst von stefan am September 9, 2007

„Sieh, darum ist es so schwer, sich selbst zu wählen, weil in dieser Wahl die absolute Isolation mit der tiefsten Kontinuität identisch ist, weil durch sie jede Möglichkeit, etwas anders zu werden, vielmehr sich in etwas anderes umzudichten, unbedingt ausgeschlossen wird.“

Sören Kierkegaard

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und dennoch…

Verfasst von stefan am September 9, 2007

…mit allen Konstruktionen, bei aller Macht und vermeindlicher Ohnmacht, in und zwischen Pausen und vor allem dem erteiltem und empfangenen Vertrauen: wir bleiben verantwortlich!

Denn wir sind verantwortlich, unteilbar.

Darin sind wir mitunter einsam, aber klar, weil auf das Eigentliche konzentriert. Klar, wie am Tag nach dem Sturm.
An diesem Punkt bleibt uns gar nichts anderes übrig, als für uns selbst die Verantwortung zu übernehmen, selbst zu entscheiden, was der nächste Schritt oder die nächste Pause ist, zu entscheiden, ob wir uns auf unsere Möglichkeiten beziehen wollen (selbst wenn wir darauf warten müssen, dass zum Moment der Aussichtslosigkeit sich ein weiterer gesellt und die empfundenen Ewigkeit dieses einen Moments sich dadurch in Perspektiven weitet) oder eben den Stillstand bevorzugen.

So unangenehm wie es klingt, so ist es auch – jedenfalls in manchen Momenten: dieses Zurückgeworfen sein auf ausschliesslich sich selbst, niemand in der Nähe, der uns die Entscheidung zu unserer eigenen Stärke, unseren Möglichkeiten und Begrenzungen abnehmen würde. Aber gerade dadurch, dass wir uns zu uns entscheiden können, werden wir stark und selbst.

So gilt das Paradoxon des Vertrauens auch in Bezug auf uns: nicht nur wenn wir uns bekennen, sondern indem wir uns wählen werden wir selbst.

Darum liegt in dem „dennoch“ die ungeheure Kraft, weil es direkt zu uns deutet und auf die Freiheit der Wahl.

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