LieLa VorEntwicklungen

Gestalt braucht Raum: hier ist er!

Vitale Systeme 2

Geschrieben von dorothe am 23. Januar 2012

Ich gehe davon aus, dass das „Lernende Unternehmen“ in der Wissensgesellschaft eine stimmige Beschreibung war. In der gegenwärtigen Phase – wir befinden uns im Übergang zu einer Gesellschaft, in der neben dem Wissen Nachhaltigkeit und Gesundheit eine große Rolle spielen werden – wird es eine Metapher brauchen, die darüber hinauszugehen versucht.

Vitalität – lat. Vitalis Leben enthaltend, Lebensfähigkeit, Lebenskraft, Leistungsfähigkeit – kann beschrieben werden als: Fähigkeit der Anpassung an Anforderungen und Veränderungen, Fähigkeit Widersprüche zu bewältigen, Fähigkeit der ständigen Selbsterfindung, Fähigkeit mit Krisen umzugehen.

Wenn Lernen mit dem Fokus Entwicklung von Menschen eine (ungewollte) Abwertung beinhaltet, wenn Ressourcenorientierung beim Ressourcen (be)nutzen  stehen bleibt, wird die Vitalität eines Unternehmens gefährdet sein. Menschen und Organisationen können nicht nicht lernen. Auch Hilflosigkeit und Resignation in Unternehmenskontexten können als Lerneffekte beschrieben werden.

Es wird zukünftig darum gehen, Organisationen darin zu stärken, ihre ganz eigene Architektur so zu entwickeln und zu dynamisieren, dass ein Rahmen für Vitalität entstehen kann. Es wird zukünftig um „Vitale Organisationen“ gehen! Lernen wird in diesen Organisationen umfassender gestaltet werden. Themen wie Kultur und Arbeitsatmosphäre gewinnen an Bedeutung. Führungskräfte und BeraterInnen werden als soziale Architekten gefragt sein. Es wird noch mehr als bisher darum gehen, dass Räume gestaltet werden, in denen Menschen sich vernetzen können. Vitale Unternehmen sind lebendige Gespräche!


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Zwischen den Jahren

Geschrieben von dorothe am 26. Dezember 2011

Aus der Zeit fallen. Muße finden. Mäandern. Die Flaute geniessen. Stillsegler sein.

MOMA – NYC – 2011

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Voraussetzungen zur Wirksamkeit

Geschrieben von stefan am 23. Dezember 2011

Es ist sicher so, dass man nicht zu jeder Zeit in jedem Augenblick wirksam sein möchte – obwohl man es dennoch ist. Wirkung zu haben ist verbunden mit der festen Absicht, etwas bewirken zu wollen. Diese Absicht hält uns unter Spannung, denn zu Vielfältig sind bei genauerem Hinsehen die Gelegenheit, Möglichkeiten und auch Notwendigkeiten, um es sein zu können. Es gibt viele Themen, wo wir uns gefragt fühlen können, einen Beitrag zur Lösung einer Fragestellung zu liefern oder sich eines Themas überhaupt anzunehmen und eben nicht weg zu schauen. Dadurch, dass wir um Stellungnahme gefragt sind, sind wir gleichzeitig auch danach gefragt, wie wirksam wir sind und sein wollen. Wirkung geschieht nicht nur zufällig. Und wer sich seiner Wirkung im beabsichtigten oder in Kauf genommenen Nicht-Wirkung nicht zumindest imAnsatz bewusst ist, vergibt sich Möglichkeiten der Stellungnahme, also der Möglichkeit, nicht nur zufällig zur Wirkung zu kommen.
Wirksamkeit für sich, bezogen auf die eigene Person, ist attraktiv. Und damit anziehend und erstrebenswert. Unwirksamkeit hat die Nähe zum Gefühl des Scheiterns und ist von daher weniger wünschenswert, wenngleich eben darin viele Lernpotenziale darin steckten (ich behaupte sogar, dass im Scheitern die schnellste und nachhaltigste Form des Lernens liegt, wenngleich die Unangenehmste und nur unter der Bedingung, dass man diese Phase aushält und daraus lernen will).

Will die einzelne Person allerdings voran kommen und Den Rest des Beitrags lesen »

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Vitale Systeme 1

Geschrieben von dorothe am 14. Dezember 2011

Jedes Unternehmen verfügt über eine buchstäbliche und eine kulturelle Anatomie. Die eine sieht man, die andere nicht. Die eine besteht aus Gebäuden, Schreibtischen und Organigrammen, Maschinen und Produkten. Die andere aus der Leidenschaft und dem Engagement, den Erfahrungen und Visionen, den vitalen Vernetzungen der Menschen im Unternehmen. Wahr sind sie beide.

Führungskräfte werden über die buchstäbliche Anatomie eines Unternehmens hinaus denken müssen. Unternehmen als Maschinen und Menschen als Funktionäre (oder auch Störfaktoren) im Dienst von Zweck und Mittel abzubilden, wird nicht mehr ausreichen. Wenn Mitarbeiter auf Kostenfaktoren reduziert werden,  werden Zynismus und Resignation die Vitalität einer Organisation gefährden.

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Vitalität

Geschrieben von dorothe am 2. Dezember 2011

Vitalität ist keinesfalls nur verbunden mit Bewegung und Kraft!

Sie schliesst genauso Innehalten und Stillstand mit ein. Entspannung.

Vielleicht ist sogar der Wechsel zwischen den beiden Polen das, was Vitalität ausmacht. Das Rot scheint zu pulsieren, weil es einen Rahmen hat, in dem es nicht vorkommt. In dem Leere ist. Stille. Abwesenheit vom kräftigen Signal.

 

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Was mich antreibt (1)

Geschrieben von stefan am 11. September 2011

Vermutlich ist es vor allem eine Angelegenheit der gerichteten Aufmerksamkeit, es könnte also auch anders = anders gerichtet sein, dennoch wundere ich mich vielmals darüber, das bestimmte Fragen die sich mir stellen, einer Antwort immer wieder ausweichen. Mit keiner Variante sind sie zufrieden, immer ist es nicht genug, meistens ist die Richtung von vornherein nicht passend, obwohl ich schon alle möglichen Perspektiven versucht habe. Keine Ahnung, was sie eigentlich von mir will. Aber immerhin deutet sie zwischendurch und eher nebenbei an, dass es so etwas gäbe, wie das großen Ende und Ziel, an dessen Ort sich alles miteinander verbindet, was jetzt so lose, unverknüpft, manchmal unbeachtet, fast immer fehlgeschätzt in der tatsächlichen Bedeutung hier vor und neben mir so herumliegt. Allein diese Andeutung verlangt eine Antwort.

© BlindText 2011

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NuJazzPoetry: ANKUNFT

Geschrieben von stefan am 22. Juni 2011

now available on iTunes: Ankunft

Was will klingen? Was sucht Resonanz? Was leuchtet? Was kommt an?

Fragen, die sich nicht im Vorüberhören beantworten lassen, wohl auch nicht durch bloßes Nachdenken.
Was aber braucht es dann, um zu einer Orientierung, zu einer Lösung und zu einer Erhörung zu kommen?

Wir brauchen anderes. Wir brauchen andere.

Um im Wechselklang mit diesen Fragen zu Antworten zu kommen, müssen wir Mut haben, auch den, uns zuzumuten. Mit dem, was wir sind, in aller Begrenztheit, mit dem, was in Kopf und Herz ist und allem, was ansonsten noch einen Ausdruck sucht.
So haben wir uns auf den Weg gemacht und ausgetauscht, was zu uns gehört, es zusammengefügt, was so noch nicht beieinander war, es ineinander fließen und werden lassen. Das alles mit der Idee, nicht nur unser Selbst zum Klingen zu bringen, sondern auch anderen Anregung für ihre Antworten zu sein .
Unsere Arbeitsüberschrift entstammt der vielleicht zentralen Erfahrung unserer Lebensphase: irgendwie schon mehr als 4 Jahrzehnte auf der Welt, freiwillig und ungefragt zu lernen, sogar schon klug am Leben geworden, doch erst jetzt ist die Zeit, anzukommen und ein Erstaunen über diese unerwartete Erfahrung als Ausgangspunkt für alles Nachfolgende zu nutzen: ANKUNFT.

Die Fragen nach Sein und Leben erscheinen für uns als die unsichtbare Verbindung zwischen der Musik und den Texten; kein neues Thema, eher alltäglich und allmenschlich und dennoch von permanenter und durchdringender Bedeutung. „Ankunft“ fasst das nach unserer Ansicht nicht nur treffend, sondern in besonderer Weise auch lebensbejahend zusammen. Genau dieses Wort wirkt mit seinem Charakter in die Musik hinein, der Geist in ihr beginnt zu leuchten oder zumindest entsteht die Ahnung, dass es möglich wäre zu erstrahlen, dass auch das manchmal so klein erscheinende Selbst glänzen kann, wenn es sich als das erkennt, was es einfach und unübersehbar ist.
Wir möchten etwas bieten für Gehör und Gehirn, die Musik wird dabei zum Trägerelement des Textes, sie wird zum Resonanzkörper für das, was die Worte anklingen wollen, die Musik vollendet den Ausdruck und hebt ihn auf.

Gleichzeitig bringt der Text die Musik zum Fliessen, macht sie kreativ, produktiv und eigen in ihrer Dynamik. In ihr zeigt sich die Freude am Neuen, Eigenen, Aufbrechenden und Ankommenden.

Vielleicht entstehen durch die Stücke Räume, die Platz schaffen für Antworten und Begegnungen mit sich selbst in einer Welt, die uns fordernd, aber im Wesen wohlwollend empfängt.

Wir sind:

Alfred Vogel, Musiker , Produzent und dennoch Wirtschaftspädagoge, Schlagzeuger, Gitarrist, Komponist, Studiobesitzer und  die Vielfältigkeit liebend: www.traps.at
Stefan Latt,  Berater, Organisationsentwickler, Coach und fortlaufend dabei, im Ausdruck anzukommen: www.laterale.at

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Gefühl und Konzentration

Geschrieben von dorothe am 12. Mai 2011

Wer Gefühle hat, hat Wahrnehmungen und spiegelt Eindrücke und Vorstellungen von der Welt in seinem Inneren. Er empfindet Zusammenhänge, wägt ab, erfindet Bedeutungsräume, beschreibt  Sinn. Vitalität – meine persönliche Lebenskraft -  setzt die Fähigkeit voraus Gefühle wahrzunehmen, Wahrnehmungen in Worte zu fassen und in Handlungen münden zu lassen. Ob ich ein Gefühl der Ohnmacht habe oder ein Gefühl der Selbstwirksamkeit entwickeln kann, macht dabei einen fundamentalen Unterschied.

Um ein  Gefühl für meine eigenen Kraft wiederzufinden in unübersichtlichen, belastenden Situationen, nutze ich meine Fähigkeit zur Konzentration. Konzentration auf das, was schon gut ist, ist hilfreich. Konzentration auf das, was mich jetzt schon freut, kräftigt mich.  Konzentration auf die vielen kleinen Dinge, die in meiner Hand liegen, die ich gestalten kann, lässt mich aktiv handeln. Ich entscheide, worauf ich mich konzentrieren will!  Das Gefühl folgt dem Gesetz der Aufmerksamkeit.

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Global

Geschrieben von stefan am 23. April 2011

Es trifft wohl zu, dass im Innersten alles miteinander verbunden ist. Damit ergibt sich beinahe beiläufig das Spannungsfeld zwischen Zugehörigkeit und Abgrenzung, zwischen dem Einen und dem Ganzen, dem Gestaltbaren und dem Schicksal. Nicht zuletzt die Ereignisse in Japan haben u.a. durch die europäischen Beteuerungen, dass es für uns gar nicht gefährlich sein könnte und dem damit verbundene Zweifel daran gezeigt, wie wenig wir diesen Spannungsfeldern dauerhaft ausweichen können: Wir haben uns haben uns mit der Welt zu beschäftigen und allein das Verantwortungsgefühl ist Wegweiser dafür, in welchem Maße wir das tun müssen, was wir tun können und das Tun unterlassen, was zu unterlassen ist. Zuweilen eine schwerwiegende Entscheidung, weil die Verantwortung gleichzeitig dringend und generationenübergreifend ist und in einem nicht unerheblichen Maße außerhalb unserer Vorstellungskraft. Dennoch enthält diese Verantwortung unmittelbaren Aufforderungscharakter.

„Gewiss, das Individuum ist nichts ohne das Ganze, zu dem es gehört. Aber es gilt auch das Umgekehrte: dieses Ganze gäbe es gar nicht, wenn es sich nicht in unseren Köpfen, in jedermanns Kopf, spiegelte. Die Welt wird bedeutungsreich oder öde sein, ja nachdem ob das Individuum hell oder stumpf ist. Globalisierung gestalten bleibt deshalb eine Aufgabe, die sich nur bewältigen lässt, wenn darüber nicht die andere große Aufgabe versäumt wird: das Individuum, sich selbst, zu gestalten.“
Rüdiger Safranski, 2003 


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Warten

Geschrieben von stefan am 20. März 2011

Leben ereignet sich, indem man es tut.

Selbst wenn ich machmal beiseite stehe und hoffe, es würde sich vom Zuschauen schon ergeben.
Warten führt an diesem Punkt nicht weiter, weil es diese Kategorie im wirklichen Leben nicht gibt.

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